Vortrag über Tilman Riemenschneider

Zu diesem Vortrag über den Künstler Tilman Riemenschneider lädt die Arbeitsstelle für Ev. Religionspädagogik Ostfriesland (ARO) ein. Der Vortrag mit Bildpräsentation wird gestaltet von Andreas Scheepker, Studienleiter in der ARO und Schulpastor am Auricher Ulricianum.

Tilman Riemenschneider lebte in der Reformationszeit. Als Künstler erlebte er den Übergang vom späten Mittelalter in die Neuzeit und schuf ausdrucksvolle Bildfiguren und Altarbilder. Als Ratsherr und Politiker seiner Heimatstadt Würzburg beteiligte Riemenschneider sich während des Bauernkrieges am Aufstand seiner Mitbürger gegen den Fürstbischof. Nach seinem Tod geriet er in Vergessenheit.

Vor etwa 200 Jahren fand man bei Straßenarbeiten in Würzburg einen Grabstein, der dem Künstler Tilman Riemenschneider zugeeignet war. In den kommenden Jahren wurde der seinerzeit berühmte, aber inzwischen vergessene Bildschnitzer wiederentdeckt: Man fand verborgene Kunstwerke in Kirchen wieder, und man konnte Meisterwerke von bisher unbekannter Hand auf einmal einer Person zuordnen. Bald begannen Kunstgeschichtler seine Geschichte und sein umfangreiches Werk zu erforschen und zu dokumentieren.

Heute gilt er als einer der wichtigsten Künstler aus der Zeit um 1500. In seiner Bildkunst stellt er Themen der Bibel und des Glaubens auf eindrückliche und ausdrucksvolle Weise dar. Anhand seiner Figuren und Altäre können auf anschauliche Weise viele Themen des Glaubens erschlossen werden.

Der Vortrag möchte dies anhand einiger ausgewählter Kunstwerke veranschaulichen und einen Einblick in Riemenschneider Lebensgeschichte vermitteln. Der Eintritt ist frei, am Ausgang kann eine Spende für die Arbeit der Lambertigemeinde gegeben werden.

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