Kirchengemeinde Aurich Lamberti

Die Lambertikirche. Foto: privat

Herzlich willkommen!

Schön, dass Sie den Weg auf unsere neue Seite gefunden haben!

Hier haben wir für Sie viele Informationen rund um die Auricher Lambertikirche und unser Gemeindeleben zusammengestellt.

Wir freuen uns, Sie als Gast oder Gemeindemitglied in unserem Gottesdienst oder auf einer Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

Vielleicht fehlt gerade Ihre Stimme in einem unserer Chöre oder ein Kreis wartet auf genau Ihr Talent? Sie sind herzlich eingeladen, einfach hinzuzukommen! Dann wird auch für Sie -

Lamberti - ein Stück zu Hause!

Ihre Lambertigemeinde

Stimmungsvoll und beschwingt ins neue Jahr

Der Bläserkreis mit Leiter Frank Joachim (vorne in der Mitte) gestaltete den Epiphanias-Gottesdienst musikalisch mit. Foto: Gawlick-Daniel

Eine „Spezialausgabe“ der Andachtsreihe „Wort und Musik“, die in der Adventszeit an vier Samstagen mehr als 1200 Menschen begeisterte, gab es am Samstag, 6. Januar, in unserer Lambertikirche. In dieser knapp einstündigen Andacht traten noch einmal alle Chöre der Gemeinde auf: die Lambertikantorei, der Gospelchor „Good News“ und der Bläserkreis. Sie präsentierten die Highlights aus ihren Weihnachtsprogrammen, unter anderem Teile aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, aber auch beschwingte Gospelmusik des 20. Jahrhunderts.

Kurze, meditative Wortbeiträge gestaltete Pastor Peter Schröder-Ellies mit Superintendent Tido Janssen und Pastorin Cathrin Meenken.

Noch eine Stunde nach der Andacht herrschte immer noch reges Treiben in unserer Kirche. Bei Keksen, Lebkuchenherzen und Glühpunsch mit und ohne Alkohol nutzen viele Besucherinnen und Besucher die Zeit, beste Neujahrswünsche auszutauschen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Dieser stimmungsvolle Gottesdienst am Epiphaniastag, dem Tag der „Heiligen Drei Könige“,  ließ die Weihnachtszeit auf eine schöne Art und Weise ausklingen und war zugleich ein gelungener Start in das neue Jahr.

Abkündigung der Kirchenvorstandswahl 2018

Die Amtszeit unseres Kirchenvorstandes endet im Juni 2018. Die Neuwahl der Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher findet am Sonntag Lätare, dem 11. März 2018 statt.

Das Wahlrecht haben alle Kirchenmitglieder, die bis zum Wahltag das 14. Lebensjahr vollendet haben, am Wahltag der Kirchengemeinde angehören und in die Wählerliste eingetragen sind.

Alle wahlberechtigten Gemeindemitglieder sind aufgefordert, Kandidatinnen und Kandidaten für die Kirchenvorstandswahl vorzuschlagen. Wahlvorschläge sind dem Kirchenvorstand (Wahlausschuss) bis spätestens zum 22. Januar 2018 schriftlich zuzuleiten. Jeder Wahlvorschlag muss von mindestens zehn wahlberechtigten Kirchenmitgliedern unserer Gemeinde unterschrieben sein. In unserer Gemeinde sind neun Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher zu wählen. Die einzelnen Wahlvorschläge sollen nicht mehr als sechs Personen unter Angabe von Namen, Vornamen, Alter, Beruf und Anschrift enthalten. Vorgeschlagen werden können wahlberechtigte Gemeindemitglieder, die am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben, die am Tag der Wahl seit mindestens drei Monaten unserer Kirchengemeinde angehören und von denen erwartet werden kann, dass sie mit Engagement und Freude die Aufgaben eines Kirchenvorstandes erfüllen.

Der Kirchenvorstand
(Der Wahlausschuss)

Fahrstuhl für Gemeindehaus ist finanziert - 110.000 Euro von „Aktion Mensch“

Diese steile Treppe führt zum Gemeindesaal (Eingang oben rechts). Ein unüberwindbares Hinderniss für Menschen mit Handicap. Foto: Gawlick-Daniel

Unser Gemeindehaus wird 2018 einen Fahrstuhl erhalten. Das rund 315.000 Euro teure Bauvorhaben ist finanziert. Darauf wiesen jetzt unsere Vorsitzende des Kirchenvorstands Anneliese Daniel und Pastorin Angelika Scheepker hin.

Die Finanzierung ruht auf drei Säulen. Der Kirchenkreis Aurich bezuschusst das Projekt mit 100.000 Euro. Aus der Lotterie „Aktion Mensch“ erhält Lamberti außerdem 110.000 Euro. „Das ist eine große Freude. Nur deshalb kann es endlich 2018 mit dem Einbau des Fahrstuhls losgehen“, sagte Pastorin Scheepker und ergänzte: „Diese Förderung ist ein großes Glück für uns.“ Das letzte Drittel der Summe haben die Mitglieder unserer Kirchengemeinde aufgebracht. Sie spendeten in den vergangenen drei Jahren 111.000 Euro. „Das ist spitze“, freute sich Pastorin Scheepker. Kirchenvorstandsvorsitzende Daniel sprach von einer „überaus großen Bereitschaft, unsere Gemeinde finanziell zu unterstützen“.

Zusammen mit der behindertengerechten Toilette wird das Gemeindehaus nach dem Einbau des Fahrstuhls komplett barrierefrei sein. Außerdem muss der Brandschutz auf einen aktuellen Stand gebracht werden. Spielt das Wetter mit, könnte mit den Bauarbeiten bereits Ende Januar oder Anfang Februar begonnen werden. Der federführende Architekt Norbert Freitag rechnet damit, dass die Arbeiten dann spätestens im Herbst beendet sein werden.

Der Fahrstuhl wird das Tiefparterre mit den Räumen im ersten Geschoss und dem Gemeindesaal im Obergeschoss verbinden. Zum Gemeindesaal führt bislang nur  eine steile Treppe hinauf. Er ist damit unerreichbar für Menschen im Rollstuhl, für gehbehinderte Menschen und für viele Seniorinnen und Senioren. Was zur Folge habe, dass Veranstaltungen für die gesamte Gemeinde nicht mehr im Saal stattfinden können, sagte Kirchenvorstandsvorsitzende Daniel und betonte: „Stattdessen müssen sich derzeit zum Beispiel die Teilnehmer des Nachmittags der älteren Generation in einem viel zu kleinen Raum im Erdgeschoss zusammendrängen.“  Das werde sich mit dem Fahrstuhl ändern.
 
Ist der Fahrstuhl realisiert, werden die Bauarbeiten am Gemeindehaus nicht beendet sein. In einem zweiten Bauabschnitt wird die Kindergruppe „Zwergenland“ vom ersten Geschoss in das Tiefparterre umziehen. Es wird komplett neugestaltet und einen separaten Ein- beziehungsweise Ausgang zum Hof und dem angrenzenden Spielplatz und Garten erhalten. „Die Kinder bekommen ihr eigenes neues Reich“, machte Kirchenvorstandsvorsitzende Daniel deutlich. Aber bis dahin müsse erneut fleißig Geld gesammelt werden.

Licht und Glanz am zweiten Weihnachtstag

Immanuel Klein (Bass) bei seinem Auftritt in unserer Lambertikirche. Fotos: Gawlick-Daniel

Mit feierlicher Musik ist die Reihe der Gottesdienste zu Weihnachten in unserer Lambertikirche beendet worden. Während des Festgottesdienstes am zweiten Feiertag führten Kantorei und Ostfriesisches Kammerorchester, geleitet von Kantor Maxim Polijakowski, die 5. Kantate des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach auf. Die Weisen aus dem Morgenland stehen im Mittelpunkt dieser Kantate, in der die menschliche Sehnsucht nach dem Erscheinen Gottes in Form eines Dialogs zum Ausdruck gebracht wird. Während Sopran (Lisa Sörös) und Tenor (Bernhard Scheffel) um Jesu kommen bitten, weist die Alt-Stimme (Dorothea Ohly-Visarius) wiederholt darauf hin, dass Gott und dass sein Licht und seine Liebe bereits gegenwärtig sind. Die Bass-Stimme sang Immanuel Klein.

Superintendent Tido Janssen leitete den Gottesdienst, den etwa 600 Menschen besuchten. Sie hörten, und das hat bereits Tradition am zweiten Weihnachtstag in Lamberti, Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr aus Emden predigen. Dr. Klahr sprach über das Licht und den Glanz des neugeborenen Königs und sagte zu den Gläubigen: „Gehen sie zu einem Menschen, der sie braucht. Bringen sie ihm ein Licht und sagen sie ihm, dass sie im Festgottesdienst in der Lambertikirche an ihn gedacht haben. Darüber wird er sich freuen.“

Das Ostfriesische Kammerorchester mit seinem musikalischen Leiter Christoph Otto Beyer (vorne).

up.Date – das neue Gottesdienstformat in Aurich

Dass Software auf unserem Computer regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht wird, dafür sorgen wir mit einem Update. Aber auch unser Glaube braucht so ein regelmäßiges Update: neue Impulse, neue Erkenntnisse, neue Erfahrungen. Wo geht das besser als bei einem Date mit Gott? Ein paar Menschen aus unserer Gemeinde und St. Johannis Sandhorst haben die Idee, dies in der Form eines Abendgottesdienstes zwei bis drei Mal im Jahr in lockerer Form zu tun.

Das geht nicht alleine. Wir brauchen Dich! Verschiedene Teams, so haben wir überlegt, sollen diesen Gottesdienst vorbereiten und gestalten: Die „Actors Crew“ entwickelt und probt ein kleines Theaterstück zum jeweiligen Thema. Das „Tech-Team“ ist zuständig für Licht, Ton und alles, was mit Technik zu tun hat. Die „Promotion-Crew“ verantwortet Werbung und social-media. Ein Logo brauchen wir natürlich auch noch.😉 Das „Worship-Team“ sorgt für die gute Musik. Die „Boarding-Crew“ organisiert die gesamte Logistik. Und das „Smart-Team“ entwickelt Thema, Inhalt, Moderation und koordiniert das Miteinander aller Teams.

Na, Lust mitzumachen; etwas Neues zu wagen? Dann melde Dich bei Cathrin Meenken, Maxim Polijakowski oder Torsten Hoffmann. Die Kontaktdaten findest du unter „Team“ auf dieser Homepage.

Zu den Kontaktdaten ...

Neue Pastorin für Paulusgemeinde bringt frischen Wind

Heike Musolf mit Superintendent Tido Janssen. Foto: Gawlick-Daniel

Die Vakanz hat ein Ende. Die Paulusgemeinde Kirchdorf hat eine neue Pastorin. Heike Musolf ist während eines feierlichen Gottesdienstes am 2. Advent (10. Dezember) von Superintendent Tido Janssen in ihr Amt eingeführt worden. Die 53-jährige Musolf tritt die Nachfolge von Insa Grasekamp an, die im September nach dortiger Heirat in die USA ausgewandert ist.

Zuletzt war Heike Musolf, gebürtig aus einem Ort bei Pirmasens in der Pfalz, als Seelsorgerin und Schulpastorin am Ulrichsgymnasium und der Conerusschule in Norden tätig. Nun strebt sie an, bis zu ihrem Ruhestand in der Paulusgemeinde arbeiten zu können.

In unserer Nachbargemeinde, mit der Lamberti demnächst ein Kirchspiel eingehen wird, herrscht große Freude, nun wieder eine Pastorin zu haben. „Sie bringen frischen Wind in die Gemeinde“, lobte Superintendent Janssen. Heike Musolf will viel bewegen, neue Strukturen schaffen und freut sich auf ihre neue Aufgabe. „Sie sind alle eingeladen,  mitzumachen“, richtete sie ihren Appell an die Gemeindemitglieder.

Ein tolles Wochenende zum Thema Taufe

Unsere Lambertikirche fest in der Hand von Kindern. An zwei Tagen, während des Kinderkirchentages und des Tauferinnerungsgottesdienstes, lernten sie viel über die Taufe. Fotos: Gawlick-Daniel
Der Taufbaum ist eine Spende der Tischlerei Smid in Westerende. Links Ehepaar Smid mit Tochter Lotta, rechts Franziska Fenderl vom Kindergottesdienstteam und Pastorin Angelika Scheepker.

Mehr als 30 Kinder tobten am Samstag (4. November) durch das Gemeindehaus der Lambertigemeinde. Das Kinderkirchenteam mit Franziska Fenderl und Pastorin Angelika Scheepker hatte zum Kinderkirchentag eingeladen. Unterstützt wurden sie dabei von Birte Narten, Justus de Vries, Heike Fritsch, Insa Kringler und Andrea Helmkamp.

Und das war nötig, denn viele Hände wurden gebraucht, um alles für den spannenden Vormittag vorzubereiten. Heike Fritsch schnippelte in der Küche einen leckeren Imbiss, Birte und Justus statteten die Kinder mit Namensschildchen aus.

Alles drehte sich um das Thema Taufe. Pastorin Scheepker erzählte mit den Bildern von Kees de Kort die Geschichte vom Finanzminister der äthiopischen Königin, der sich auf seiner Reise in Jerusalem auf die Suche nach Gott macht. Am Ende lernt er Philippus, den Pferdefreund, kennen. Der ist ein begeisterter Anhänger von Jesus und kann dem Finanzminister viel über Gott und Jesus Christus erzählen. Am Ende seiner Reise lässt der Finanzminister sich taufen. Es macht ihn dankbar und fröhlich, dass er Gott gehören darf.

Die Grundschulkinder waren anschließend mit Pastorin Scheepker in der Lambertikirche auf Spurensuche zum Thema Taufe. Die große Kindergruppe schaute sidn den jetzigen Taufstein und auch den alten Taufstein in der Ehrenhalle an. Die Osterkerze und auch die Geschichte von Jesu Geburt im Stall wurde im Ihlower Altar entdeckt.

Großes Interesse fand bei den Kindern auch das Kruzifix an der Nordwand der Kirche. "Warum hängt der da?", fragten die Kinder. Diese Frage der Kinder nahm Pastorin Scheepker mit in den Familiengottesdienst am Sonntag (5. November). Die Kinder vom Kinderkirchentag und zusätzlich viele andere Kinder und Familien waren gekommen, um das Fest der Tauferinnerung zu feiern. Als die Kinder im Segnungskreis zur Erinnerung an ihre Taufe ihre mitgebrachte Taufkerze an der großen Osterkerze anzündeten, war der Altartisch der Lambertikirche anschließend ein wunderschön leuchtendes Meer von vielen bunt verzierten Taufkerzen.
Fast 50 kleine Kinderhände segnete Pastorin Scheepker mit dem Zeichen des Wasserkreuzes am Taufstein.

Ein besonderer Moment war die erste Nutzung des Taufbaumes, gespendet von der Tischlereifirma Smid in Westerende. Seit Sonntag (5. November) steht er nun in unserer Kirche. Pastorin Scheepker dankte Reinhard Smid für das tolle Geschenk und überreichte als Dankeschön eine Flasche Bagbander Reformationsbier.

Ausrufezeichen für das Christsein

Für Superintendent Tido Janssen „ein Wunder“: Protestanten feiern in der katholischen Kirche das Reformationsjubiläum.
Sie sind die Erfinder der Auricher Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum: Superintendent Tido Janssen (links) und Kreiskantor Maxim Polijakowski. Ihr Dank galt den vielen Helferinnen und Helfern. Fotos: Gawlick-Daniel

Etwa 1000 Menschen in Aurich haben zum 500. Jahrestag der Reformation über Konfessionsgrenzen hinweg ein Ausrufezeichen für das Christsein gesetzt. Am Festgottesdienst in der Lambertikirche beteiligten sich rund 700 Gläubige; mehrere hundert Christen hatten zuvor das Wandelkonzert begleitet, bei dem Teile des Pop-Oratoriums über Martin Luther an vier Stationen in der Stadt aufgeführt wurden. Superintendent Tido Janssen, der die Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum mit Kreiskantor Maxim Polijakowski erdacht und mit vielen Helfern vorbereitet hatte, zeigte sich überwältigt von der Resonanz: „Das war ein glücklicher Tag für mich, er war geprägt vom Miteinander.“ Polijakowski sah seine Erwartungen übertroffen: „Dass so viel zurück gekommen ist, macht mich mehr als zufrieden“, strahlte der Kreiskantor.

Schon der „Güterschuppen“ des Gymnasiums Ulricianum platzte fast aus allen Nähten, als immer mehr Christen hinein strömten, um den Auftakt des Wandelkonzertes mitzuerleben. „So etwas gab es in Aurich noch nie“, begrüßte Tido Janssen die etwa 300 Besucher und wies auf die besondere Veranstaltungsform für das Reformationsjubiläum hin. An zwei weltlichen Orten, dem „Güterschuppen“ und dem Rathaus, und an zwei geistlichen Orten, der katholischen und der reformierten Kirche, verdeutlichten Redner, wie die Reformation die Menschen und die Welt um sie herum verändert hat.

Weil die Musik auch eine Spezialität der Reformation ist, stand sie besonders im Mittelpunkt. Beteiligt am Wandelkonzert waren Mitglieder aus den Chören Heaven's Voice Moordorf, Swinging Matthews Wallinghausen, Gospelchor Mittegroßefehn und Good News Aurich, begleitet von der Lambertiband. Es war auch eine logistische Aufgabe, Menschen und Material von Station zu Station zu bewegen. Die erforderliche Technik, vom Schlagzeug bis zum Notenständer, musste mehrmals abgebaut und wieder aufgebaut werden. „Es lief wie am Schnürchen“, freute sich Polijakowski.

Im „Güterschuppen“ redete Lutherkenner Pastor Andreas Scheepker zum Thema „Reformation und Bildung“. Scheepker machte deutlich, dass gebildete Menschen die Reformation vorantrieben, die wiederum eine Bildungsbewegung bis in die unteren Schichten der Bevölkerung hinein in Gang setzte. Gute Bildung, sagte Scheepker, sei heute ein wesentlicher Grundpfeiler der Demokratie.

Weiter ging es zur nächsten Station, zum Rathaus. Pastor Peter Schröder-Ellies und seine Tochter Berit lotsten in Warnwesten die große Schar der Christen über die Von-Jhering-Straße. Es war ein überwältigender Anblick, als diese Menschenmenge sich durch die bis dahin nur spärlich belebte Fußgängerzone schob. Im Rathaus war Bürgermeister Heinz-Werner Windhorst der Gastgeber. Er sprach zum Thema „Reformation und Macht“. Die Reformation bewirkte eine Trennung von Kirche und Staat, „verbunden mit der Absage an Untertänigkeit“, betonte Windhorst und stellte die Selbstverwaltung auch der Stadt Aurich auf Grundlage von Recht und Gesetz heraus.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Rathaus steht die katholische St.-Ludgerus-Kirche. In früheren Zeiten hätten Lutheraner, Reformierte und Freie Christen einen großen Bogen um dieses Gebäude gemacht. Die Zeiten sind – Gott sei dank – vorbei. Dechant Johannes Ehrenbrink hieß die protestantischen Christen willkommen. Für Tido Janssen ein einzigartiger Vorgang: „In der katholischen Kirche zu sein an diesem Tag ist das größte Wunder. Das wäre vor hundert Jahren undenkbar gewesen.“

Ehrenbrink sprach zum Thema „Reformation und Glaube“ und stellte das heraus, was protestantische und katholische Christen verbindet. In Aurich hat sich zwischen den Christen unterschiedlicher Konfession mittlerweile ein starkes verbindendes Band entwickelt. Die Zusammenarbeit in der Ökumene ist von guter Nachbarschaft … ja, von Freundschaft geprägt. Das bejahte auch Horst Stamm, er sitzt im Kirchenvorstand der Auricher St.-Ludgerus-Kirche. Er betonte das freundschaftliche Miteinander. Und das geht so weit, dass katholische Christen ihre wichtigen Sakramentsfeste wie Firmung und Erste heilige Kommunion in der Lambertikirche feiern, weil sie mehr Platz bietet.

Letzte Station des Wandelkonzertes war die reformierte Kirche. Dort überreichte der Küster nicht ohne Grund jedem Besucher einen Nagel. Jörg Schmid sprach zum Thema „Reformation und Frieden“. Er schlüpfte in die Rolle eines Nagels, mit dem 1517 die Thesen angeschlagen wurden, und zeigte auf, dass Luther auch immer zu Toleranz, Aussöhnung und Nächstenliebe aufgerufen hat, er also einer der ersten friedensbewegten Deutschen war.

Einen Steinwurf entfernt von der reformierten Kirche liegt die Lambertikirche. Dort gab es zum Abschluss des Reformationsgedenkens einen Festgottesdienst, der besinnlich war, vielfach zum Nachdenken anregte und ein schönes starkes Gefühl aufkommen ließ: das Gefühl, einer von guten Werten geprägten Gemeinschaft, einer christlichen Gemeinschaft anzugehören.

Musikalischer Höhepunkt war die Kantate „Gott, der Herr, ist Sonn und Schild“ von Johann Sebastian Bach, aufgeführt von der Lambertikantorei und dem Ostfriesischen Kammerorchester mit den Solisten Lisa Sörös (Sopran), Ulrike Homrighausen (Alt) und Christian Meyer (Bass). Gleich mehrere geistliche Lieder intonierte die Bläserklasse 10A des Ulricianums unter der Leitung von Sebastian Berger. Dazwischen trugen Kea Irmer und Niko Kampmeier aus der Kirchenkreisjugend sowie Pastorinnen und Pastoren aus Aurich protestantische Gedanken von verstorbenen oder noch lebenden Deutschen vor: etwa von Johannes Rau oder Margot Käßmann.

„Luthers Tresen“ war derweil in zwei Ecken der Lambertikirche schon aufgebaut worden. Luther war ein Genussmensch und genehmigte sich gern „ein Kännlein Bier gegen den Teufel, ihn damit zu verachten“. Im westlichen Teil der Kirche zapfte Pastorin Cathrin Meenken das Bagbander Reformationsbier aus Zehn-Liter-Fässern als hätte sie das schon zig Mal gemacht. „Ich habe mich vorher im Internet informiert, wie's geht“, verriet sie mit einem Augenzwinkern. Das Bier schmeckte, ebenso die kleinen Köstlichkeiten aus der Bäckerei Meyer. Die Menschen blieben beisammen, unterhielten sich angeregt und blickten zurück auf einen gelungen Feiertag, der ein Ausrufezeichen für das Christsein gesetzt hat.

Die Rede von Superintendent Tido Janssen während des Festgottesdienstes

Erste Seniorengeburtstagsrunde in Lamberti gestartet

Über eine sehr gut besuchte Geburtstagsrunde freute sich unsere Pastorin Angelika Scheepker. Foto: Grundmann

Fast 30 Gäste begrüßten Pastorin Scheepker und ihr Team zur ersten Seniorengeburtstagsrunde am 19. Oktober im Lamberti-Gemeindehaus. Eingeladen waren die Jubilarinnen und Jubilare ab dem 80. Lebensjahr des vergangenen Quartals. Alle drei Monate soll in Zukunft eine solche Geburtstagsrunde stattfinden.

Das Vorbereitungsteam mit Anne-Grete Friedrichs, Gaby Eckhold und Jutta Hippen hatte dafür gesorgt, dass alles da war, was zu einem schönen Geburtstagstisch dazu gehört: Blumen, Kerzen, schöne Servietten, leckere Geburtstagstorte und reichlich Tee. Auch ein kleines Geschenk lag an jedem Platz mit einem Geschichtenheft und einer schönen Karte. Gemeinsam wurde gesungen aus „Komm, Herr segne uns“ und „Nun danket alle Gott“.

Pastorin Scheepker hielt zu Beginn eine Andacht zum Korbiniansapfel. Für den katholischen Pfarrer und Künstler Korbinian Aigner wurde seine Leidenschaft für die Apfelzucht zum Überlebenshelfer während seiner Inhaftierung im KZ Dachau. Sein dort zwischen Baracken gezüchteter Apfel,  „KZ 4“  genannt, wurde 1985, zum 100. Geburtstag von Aigner, ausgezeichnet und in „Korbiniansapfel“ umbenannt. Für Kobinian Aigner wurde der Apfel zum Symbol des Lebens in schwerer Zeit. Scheepker würdigte die reichen Lebenserfahrungen der Jubilare und erinnerte daran, sich zu besinnen, was im Lauf der Jahre zum Zeichen des Lebens geworden ist.

Nach ausgiebigem Teetrinken und Zeit zum Gespräch, entführten Diakonin Helma Grundmann-Kienast und  Prädikant Christoph Grundmann die große Geburtstagsgesellschaft kurzweilig und mit Humor in die Welt der Geburtsjahrgänge, angefangen bei 1924 bis in das Jahr 1937. Helma Grundmann-Kienast begrüßte jeden Geburtstagsgast persönlich und ließ ihren Mann einen Einblick in das jeweilige Geburtsjahr geben. Christoph Grundmann erinnerte kurze geschichtlich prägnante Ereignisse dieser schweren Jahre („Suppensonntag“), die auch manche Erinnerung bei den Jubilaren wach rief, und präsentierte prominente Geburtstagskinder der Zeit.

Am Ende war klar: Es war ein sehr schöner Geburtstagsnachmittag. Und der überwältigende Dank der Geburtstagsgäste gibt dem Team Rückenwind: So machen wir weiter! Wir freuen uns auf die nächste Seniorengeburtstagsrunde am Donnerstag, 18. Januar 2018. Dazu sind alle Gemeindeglieder ab dem 80. Lebensjahr eingeladen, die in der Zeit vom 15. Oktober 2017 bis zum 12. Januar 2018 ihren Geburtstag feierten.
Die persönlichen Einladungen kommen per Post.

Lambertikirche erfreut sich stetig wachsender Beliebtheit

Zufrieden mit 6130 Besucherinnen und Besuchern: Peter Higgen, Pastorin Angelika Scheepker und Inka Janssen. Foto: Gawlick-Daniel

Unsere Lambertikirche erfreut sich stetig wachsender Beliebtheit. Während der Öffnungszeiten in diesem Jahr vom 10. April bis 14. Oktober begrüßten die Mitglieder des Kirchenaufsichtskreises 6130 Besucherinnen und Besucher. Das sind 160 mehr als 2016 und 506 mehr als 2015. Neben der 1961 erbauten Orgel aus der Leeraner Werkstatt Ahrend und Brunzema ist es vor allem der glanzvolle „Ihlower Altar“, der die Blicke auf sich zieht. Die Lukas-Gilde in Antwerpen schuf ihn zwischen 1490 und 1505 ursprünglich für das Zisterzienserkloster in Ihlow.

Neben geschichtlichem Interesse ist es der Wunsch nach Ruhe und Besinnlichkeit, der die Menschen, Touristen wie Einheimische, in die Lambertikirche zieht. Manchen Besuchern geht es auch darum, Trauer zu bewältigen oder klare Gedanken in Notsituationen zu fassen. „Ich habe Menschen kennengelernt, die mit schwerem Herzen da waren“, berichtete Ulrike Schunck. Sie gehört dem 26 Mitglieder umfassenden Kirchenaufsichtskreis der Lambertigemeinde an. Diese Mitglieder sorgen ehrenamtlich dafür, dass die Türen der Kirche ein halbes Jahr lang an sechs Tagen in der Woche vormittags und nachmittags jeweils eine Stunde offen stehen.

Die hohe Zahl von Besucherinnen und Besuchern zeige, „wie wichtig es ist, dass wir unsere Kirche öffnen und den Menschen im ganz normalen Alltag die Möglichkeit geben, in ihr Platz zu nehmen und zur Ruhe zu kommen“, betonte Pastorin Angelika Scheepker. Sie zollte den Mitgliedern des Kirchenaufsichtskreises ein großes Lob: „Sie schlagen hier nicht ihre Zeit tot, sondern nehmen das auf, was die Menschen mitbringen. Und das tun sie von Herzen gerne.“

Das bestätigte Peter Higgen als Leiter des Kirchenaufsichtskreises: „Alle sind mit Begeisterung dabei und führen Gespräche über die Kirche, über Gott und die Welt.“ Hin und wieder geht es sogar darüber hinaus. Inka Janssen aus der Kirchenaufsicht begrüßte einen blinden Gast, der sich von ihr fast zwei Stunden lang die Lambertikirche bis ins kleinste Detail beschreiben ließ. Ein ehrenamtlicher Einsatz, der Peter Higgen Respekt abnötigte: „Wir sind stolz auf die Mitglieder des Kirchenaufsichtskreises.“

Sie hießen Menschen aus ganz Deutschland willkommen, die erste Besucherin kam aus Hofheim am Taunus, viele Holländer, Iren, Engländer und Franzosen bestaunten die Lambertikirche, aber es waren auch immer wieder Einheimische, die den Weg in das große rechteckige Gebäude fanden, das die Auricher Innenstadt so nachhaltig prägt.

2018 werden die Türen unserer Lambertikirche wieder offen stehen, möglicherweise länger und unter einem anderen Konzept als in den vergangenen Jahren. Überlegungen der Verantwortlichen gehen in diese Richtung, damit das evangelisch-lutherische Gotteshaus in Aurich sich auch in den nächsten Jahren großer Beliebtheit erfreut.

Junge Stimmen für neuen Kinderchor gesucht

Bild: Eric Hasseler i.A. der Lambertigemeinde Aurich

Superstars werden nicht gesucht, dafür aber junge Stimmen. Der evangelisch-lutherische Kirchenkreis Aurich und die Musikschule des Landkreises Aurich gründen einen gemeinsamen Kinderchor. Er wird geleitet von Kirchenmusikerin Helen Kroeker (Bild).

Kinder vom Vorschulalter bis zu acht Jahren sind dazu eingeladen. Geprobt wird Dienstags von 15.15 bis 16 Uhr in der Musikschule. Die Teilnahme ist kostenfrei, abgesehen von einer einmaligen Anmeldegebühr über zehn Euro. Anmeldungen nimmt die Musikschule, An der Stiftsmühle 10, entgegen: Telefon 04941 959706.

„Wir singen Kinderlieder, lernen kleine Singspiele und möchten auch gemeinsam mit dem Kinderchor der Lambertigemeinde für Musicals proben“, sagt Kroeker, die großen Wert auf kindgerechte Stimmbildung legt. Auftrittspläne für den neuen Kinderchor hat sie auch schon, etwa während Veranstaltungen der Musikschule oder in Kirchen während besonderer Gottesdienste.

Der Kinderchor in unserer Lambertigemeinde wird ebenfalls geleitet von Helen Kroeker. Dieser Chor für Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 14 Jahren trifft sich immer Mittwochs von 17 bis 18 Uhr im Gemeindehaus am Lambertshof.

Mehr erfahren ...

Titelbild: Gawlick-Daniel

Der aktuelle Lambertibote, Ausgabe 217

➤ „In einem guten Fahrwasser“: Kirchenvorstandsvorsitzende und geschäftsführender Pastor bilanzieren sechs Jahre Kirchenvorstandsarbeit. Ein Interview.

➤ „Ausrufezeichen für das Christsein“: Die Auricher Feierlichkeiten zum 500. Jahrestag der Reformation. Ein Rückblick.

➤ „Neue Impulse und neue Erfahrungen“: up.Date heißt das neue Gottesdienstformat der Sandhorster St. Johannis- und unserer Gemeinde. Ein Aufruf.

 

Jetzt lesen.

 

Hinweis: Es wurde für diesen Tag noch keine Tageslosung angelegt!

Gottesdienste in Lamberti

Die Gottesdienste der kommenden Wochen auf einen Blick.

Hier entlang ...

Einladung

18. Januar 2018,
15:00 bis 16:45 Uhr, Gemeindehaus

Seniorengeburtstagsrunde

Für alle, die zwischen dem 15. Oktober und dem 15. Januar mindestens ihr 80. Lebensjahr vollendet haben oder vollenden werden.

23. Januar 2018,
15:00 bis 16:30 Uhr, Boßelheim Rahe

Lambertikreis

Mit Pastor-Schröder-Ellies.

16. Februar 2018,
17:00 bis 21:00 Uhr, Teenkiste, Lambertshof

Kiki+

Für Kinder im Alter von zehn bis zwölf Jahren. Diesmal zum Thema „Durstlöscher“; mit Diakon Torsten Hoffmann.

22. Februar 2018,
15:00 bis 16:45 Uhr, Gemeindehaus

Nachmittag der älteren Generation

Mit Pastor Andreas Scheepker.

Musik in Lamberti

22. Januar 2018,
19:30 bis 22:00 Uhr, Lambertikirche

The Gregorian Voices

Orthodoxe Kirchengesänge und Lieder der Renaissance und des Barock.

10. Februar 2018,
17:30 bis 18:00 Uhr, Lambertikirche

Motettenandacht

Der Projektchor der evangelischen reformierten Kirche „Cantus Canum" singt drei Evangelienmotetten von Melchior Franck (1580 bis 1639); Leitung: Edzard Herlyn.