Kirchengemeinde Aurich Lamberti

Die Lambertikirche. Foto: privat

Herzlich willkommen!

Schön, dass Sie den Weg auf unsere neue Seite gefunden haben!

Hier haben wir für Sie viele Informationen rund um die Auricher Lambertikirche und unser Gemeindeleben zusammengestellt.

Wir freuen uns, Sie als Gast oder Gemeindemitglied in unserem Gottesdienst oder auf einer Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

Vielleicht fehlt gerade Ihre Stimme in einem unserer Chöre oder ein Kreis wartet auf genau Ihr Talent? Sie sind herzlich eingeladen, einfach hinzuzukommen! Dann wird auch für Sie -

Lamberti - ein Stück zu Hause!

Ihre Lambertigemeinde

Beschwingt in die Konfirmandenzeit

An diesem Sonntag findet in der Lambertikirche um 18 Uhr ein beschwingter Gottesdienst statt. Der Gospelchor der Gemeinde sorgt für abwechslungsreiche musikalische Beiträge unter der Leitung von Maxim Polijakowsi. Aber auch das gemeinsame Singen kommt nicht zu kurz. Im Rahmen dieser Gospelchurch werden die knapp 50 Vorkonfirmanden begrüßt und mit einem Segen in die vor ihnen liegende spannende  Konfirmandenzeit geschickt.

Lambertikirche erfreut sich stetig wachsender Beliebtheit

Zufrieden mit 6130 Besucherinnen und Besuchern: Peter Higgen, Pastorin Angelika Scheepker und Inka Janssen. Foto: Gawlick-Daniel

Unsere Lambertikirche erfreut sich stetig wachsender Beliebtheit. Während der Öffnungszeiten in diesem Jahr vom 10. April bis 14. Oktober begrüßten die Mitglieder des Kirchenaufsichtskreises 6130 Besucherinnen und Besucher. Das sind 160 mehr als 2016 und 506 mehr als 2015. Neben der 1961 erbauten Orgel aus der Leeraner Werkstatt Ahrend und Brunzema ist es vor allem der glanzvolle „Ihlower Altar“, der die Blicke auf sich zieht. Die Lukas-Gilde in Antwerpen schuf ihn zwischen 1490 und 1505 ursprünglich für das Zisterzienserkloster in Ihlow.

Neben geschichtlichem Interesse ist es der Wunsch nach Ruhe und Besinnlichkeit, der die Menschen, Touristen wie Einheimische, in die Lambertikirche zieht. Manchen Besuchern geht es auch darum, Trauer zu bewältigen oder klare Gedanken in Notsituationen zu fassen. „Ich habe Menschen kennengelernt, die mit schwerem Herzen da waren“, berichtete Ulrike Schunck. Sie gehört dem 26 Mitglieder umfassenden Kirchenaufsichtskreis der Lambertigemeinde an. Diese Mitglieder sorgen ehrenamtlich dafür, dass die Türen der Kirche ein halbes Jahr lang an sechs Tagen in der Woche vormittags und nachmittags jeweils eine Stunde offen stehen.

Die hohe Zahl von Besucherinnen und Besuchern zeige, „wie wichtig es ist, dass wir unsere Kirche öffnen und den Menschen im ganz normalen Alltag die Möglichkeit geben, in ihr Platz zu nehmen und zur Ruhe zu kommen“, betonte Pastorin Angelika Scheepker. Sie zollte den Mitgliedern des Kirchenaufsichtskreises ein großes Lob: „Sie schlagen hier nicht ihre Zeit tot, sondern nehmen das auf, was die Menschen mitbringen. Und das tun sie von Herzen gerne.“

Das bestätigte Peter Higgen als Leiter des Kirchenaufsichtskreises: „Alle sind mit Begeisterung dabei und führen Gespräche über die Kirche, über Gott und die Welt.“ Hin und wieder geht es sogar darüber hinaus. Inka Janssen aus der Kirchenaufsicht begrüßte einen blinden Gast, der sich von ihr fast zwei Stunden lang die Lambertikirche bis ins kleinste Detail beschreiben ließ. Ein ehrenamtlicher Einsatz, der Peter Higgen Respekt abnötigte: „Wir sind stolz auf die Mitglieder des Kirchenaufsichtskreises.“

Sie hießen Menschen aus ganz Deutschland willkommen, die erste Besucherin kam aus Hofheim am Taunus, viele Holländer, Iren, Engländer und Franzosen bestaunten die Lambertikirche, aber es waren auch immer wieder Einheimische, die den Weg in das große rechteckige Gebäude fanden, das die Auricher Innenstadt so nachhaltig prägt.

2018 werden die Türen unserer Lambertikirche wieder offen stehen, möglicherweise länger und unter einem anderen Konzept als in den vergangenen Jahren. Überlegungen der Verantwortlichen gehen in diese Richtung, damit das evangelisch-lutherische Gotteshaus in Aurich sich auch in den nächsten Jahren großer Beliebtheit erfreut.

up.Date – das neue Gottesdienstformat in Aurich

Dass Software auf unserem Computer regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht wird, dafür sorgen wir mit einem Update. Aber auch unser Glaube braucht so ein regelmäßiges Update: neue Impulse, neue Erkenntnisse, neue Erfahrungen. Wo geht das besser als bei einem Date mit Gott? Ein paar Menschen aus unserer Gemeinde und St. Johannis Sandhorst haben die Idee, dies in der Form eines Abendgottesdienstes zwei bis drei Mal im Jahr in lockerer Form zu tun.

Das geht nicht alleine. Wir brauchen Dich! Verschiedene Teams, so haben wir überlegt, sollen diesen Gottesdienst vorbereiten und gestalten: Die „Actors Crew“ entwickelt und probt ein kleines Theaterstück zum jeweiligen Thema. Das „Tech-Team“ ist zuständig für Licht, Ton und alles, was mit Technik zu tun hat. Die „Promotion-Crew“ verantwortet Werbung und social-media. Ein Logo brauchen wir natürlich auch noch.😉 Das „Worship-Team“ sorgt für die gute Musik. Die „Boarding-Crew“ organisiert die gesamte Logistik. Und das „Smart-Team“ entwickelt Thema, Inhalt, Moderation und koordiniert das Miteinander aller Teams.

Na, Lust mitzumachen; etwas Neues zu wagen? Dann melde Dich bei Cathrin Meenken, Maxim Polijakowski oder Torsten Hoffmann. Die Kontaktdaten findest du unter „Team“ auf dieser Homepage.

Spannende Reise in vergangene Zeiten

Bei guter Laune: Mitglieder aus Teeteam, Kirchenaufsicht- und Besuchsdienstkreis vor dem Jeveraner Schloss.

Am Mittwoch (27. September) waren mehr als 30 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Kirchenaufsichtskreis, dem Besuchsdienstkreis und aus dem Teeteam der Lamberti-Kirchengemeinde miteinander unterwegs. Es wurde ein  kurzweiliger Tag mit vielen Eindrücken an interessanten Orten mit hervorragenden Führungen in Jever und Schortens.

Am Vormittag hieß der Türmer des Schlosses zu Jever die Gruppe willkommen und nahm die Auricher mit auf eine spannende Reise in die Zeit der Regentin Maria von Jever (1500-1575), die letzte Regentin aus dem Häuptlingsgeschlecht der Wiemkens. Auf eindrückliche und humorvolle Weise erzählte der Schloßführer von der langen, wechselvollen und konfliktreichen Geschichte zwischen Friesen und Ostfriesen, und wie sich Maria darin behaupten konnte.

Kirchenführerin Ingeborg Nöldeke empfing die Gruppe dann am frühen Nachmittag in der St.-Stephanus-Kirche zu Schortens. Die Schortenser Kirche ist die älteste sicher datierbare Steinkirche in Friesland. Sie wurde zwischen 1153 und 1164 aus Granitfindlingen und aus Tuff erbaut, den sich die Friesen per Schiff aus der Vulkaneifel holten. Mit der ihr eigenen, lebendigen Vortragsweise fesselte Ingeborg Nöldeke die Gruppe von Anfang an, und so blieb es nicht bei der geplanten einen Stunde, sondern es wurde eine halbe Stunde dran gehängt.

Der kurz nach 1505 geschnitzte Hauptaltar ist das größte in einer Dorfkirche erhaltene vorreformatorische Passionsretabel. Es erzählt in 25 Einzelszenen die Leidensgeschichte Jesu vom Einzug in Jerusalem über die Kreuzigung in der Mitte, bis zum Jüngsten Gericht. Sehenswert ist in der Kirche außerdem der dreibogige Lettner aus dem 15. Jahrhundert, unter dessen äußeren Nischen in katholischer Zeit Seitenaltäre standen.

Außerdem trafen wir in der Schortenser Kirche einen „Verwandten“ an: auch dort steht ein von Professor Bernhard Winter entworfener und gestalteter geschnitzter Jugendstil-Taufstein, 1917 gestiftet, zwei Jahre nach unserem Auricher Taufstein. Allerdings ist der Schortenser Taufstein bis heute in Gebrauch, während der unsrige heute in der Ehrenhalle seinen Platz hat.

Die Gruppe beschloss den Tag dann am frühen Abend in der Kirche zu Ardorf, wo ein modernes Altarbild von dem ostfriesischen Künstler Hermann Buß seit 1997 seinen Platz hat. Pastor Thomas Thiem aus Wittmund, der auch für die Ardorfer Kirchengemeinde zuständig ist, war gekommen, um die Gruppe zu begrüßen. Er erzählte aus der wechselvollen Geschichte der kleinen Dorfgemeinde mit diesem modernen Altar, an dem sich bis heute immer wieder die Geister scheiden: Passt ein solches Bild als Altar an diesen Ort?  Unweigerlich haben auch wir uns das gefragt, und es war spannend, wie sehr sich an diesen acht Bildtafeln Rede, Gedanken, Widerspruch und Diskussion entspann.

Zwischen so viel gutem Kulturprogramm kamen auch Leib und Seele nicht zu kurz: ein leckeres Mittagessen wartete im „Haus der Getreuen“ in Jever und es war sogar Zeit für einen kurzen Spaziergang durch Jevers Fußgängerzone. Nachmittags gab es selbstgebackene Torte im Hofcafé Horster Grashaus.

Es war ein rundum gelungener, erfüllter Tag, den die Gruppe mit einem Abendlied, Gebet und Segen in der Ardorfer Kirche beschloss.

Meditative Abende in Sandhorst

Die Kirchengemeinde St. Johannis Sandhorst lädt ein zu einem meditativen Angebot im Herbst. Nun noch am 11. November, 19 Uhr, schenkt die Gemeinde Zeit zum „Atem holen“. In der Kirche hat Pastorin Susanne Schneider für die Teilnehmenden eine halbe Stunde mit meditativen Liedern, kleinen Ritualen, Sitzen im Schweigen und viel Zeit zum zur Ruhe kommen vorbereitet.

Lambertikreis erfuhr alles über die Imkerei

Karin Bogena mit dem Schau-Bienenvolk. Foto: Schröder-Ellies

Einen im wahrsten Sinne des Wortes „lebendigen“ Vortrag hielt Karin Bogena, Ostfrieslands größte Imkerin, im Lambertikreis Rahe unserer Gemeinde. Sie brachte nicht nur Honigwaben, Bienenstöcke (im Fachjargon „Beuten“), Pollen, Honig zum Verkosten und Bienenwachs - das „gelbe Gold der Imker“ - mit. Mit Fotos veranschaulichte sie auch den Jahresablauf einer Imkerei von den ersten Blüten im Frühling bis zur Winterruhe im frostsicheren Styroporkorb. Sogar ein professionell gedrehter Kurzfilm über die Imkerei Bogena mit dem Gesangsduo Feller und Feller wurde gezeigt.

Höhepunkt war aber zweifelsohne ein von Karin Bogena migebrachtes lebendiges Bienenvolk - sicher verschlossen hinter Glaswänden - zum Anschauen. Pastor Schröder-Ellies hatte den interessanten und informativen Nachmittag mit einer Andacht über das „Land, wo Milch und Honig fließen“ eröffnet.

Der Lambertikreis trifft sich einmal pro Monat im Boßelheim in Rahe an der Oldersumer Straße und ist für alle Interessierten offen. Das nächste Treffen ist am Dienstag, 24. Oktober, um 15 Uhr.

„Hat uns als Gemeinde gut getan“

Es passte alles zusammen bei unserem Gemeindeausflug am Sonntag, 3. September: das schöne Wetter mit zumeist strahlendem Sonnenschein, die interessanten Ausflugsziele Schloss Clemenswerth und Museumsdorf Cloppenburg, die Picknicks unter freiem Himmel und die vielen guten Gespräche über Gott und die Welt. Knapp 90 Gemeindemitglieder hatten sich in zwei Bussen auf den Weg gemacht. Vom Kleinkind bis zum 89jährigen Otto Stromann war das Altersspektrum groß. Sie alle erlebten Gemeinschaft und spürten Zugehörigkeit.

Als die Ausflügler um kurz vor 20 Uhr, nachdem sie elf Stunden unterwegs gewesen waren, wieder in Aurich ankamen, war die Zufriedenheit allenthalben groß. „Dieser Ausflug hat uns als Kirchengemeinde gut getan“, freute sich Angelika Scheepker, die sich zuvor überwältigt gezeigt hatte von der „tollen Resonanz“. Kirchenvorstandsmitglied Hannelore Lindert lobte die „informative Führung“ im Schloss Clemenswerth, während Vanessa Plate, die sich im Kindergottesdienstteam engagiert, den Ausflug kurz und knapp als „ausgezeichnet“ bewertete. Pastor Peter Schröder-Ellies sieht die Gemeinschaft unserer Gemeinde gestärkt: „Es war eine schöne Mischung aus Begegnung und Information.“ Auch er freute sich über den Zuspruch: „Echt stark, dass zwei Busse voll geworden sind.“ Küster Hermann Schulte schließlich drückte aus, was viele empfanden: „Es war eine gemütliche Fahrt.“

Dem ist nichts hinzuzufügen, abgesehen von einem dicken Lob an Heide Fritzsche, Anke Stauch und Pastorin Angelika Scheepker, die diesen Ausflug maßgeblich und mit hohem Zeitaufwand vorbereitet hatten.

Gebetomat im Familienzentrum: Konfis machten den Test

Gebetomat
Der Gebetomat im Konfi-Test. Foto: Meenken

Nein, es ist keine Fotobox, obwohl das Format sehr daran erinnert. Am Mittwoch Nachmittag (30. August) nahmen die Hauptkonfirmanden unserer Gemeinde den Gebetomat unter die Lupe. Der Gebetomat steht zur Zeit im Eingangsbereich des Familienzentrums und lädt zur kurzen Einkehr ein.

Schnell begriffen die Konfis den Touchscreen und klickten Gebete verschiedener Religionen und Sprachen an. Verena Dierks vom Diakonischen Wek und Pastorin Cathrin Meenken stellten den Konfis verschiedene Aufgabe  rund ums Gebet und schickten sie auf akustische Entdeckungsreise.

Die Konfis haben nach ihrem Besuch eine Gebetsbox neben den Automaten gestellt und hoffen auf viele Gedanken und eigene Gebete der Besucher. Schauen Sie doch mal vorbei - es lohnt sich! Kleiner Tipp der Konfirmanden: Zu Viert wird es ganz schön stickig in dem kleinen Automaten!

Pinguine in der Lambertikirche? Tatsächlich!

Auf den harten Stufen unseres Lambertialtars lässt es sich, zumindest für ein Foto, ganz gut sitzen. Foto: privat

Pünktlich um Neun am Montag (28. August) watschelten rund 25 Kinder aus der Humboldtgruppe des Pinguinkindergartens in die Lambertikirche. Die kleinen Humboldte konnten es kaum erwarten, die Kirche zu entdecken. Pastorin Cathrin Meenken freute sich sehr über diesen Besuch und sang mit ihnen "Einfach spitze, dass du da bist!" Danach gab es kein Halten mehr. Maxim Polijakowsi erklärte den Kindern die Orgel und gab ihnen Hörproben. Das Pippi-Langstrumpf- Lied war natürlich der Hit. Auch beim Altar und an der Kanzel gab es viel zu entdecken; und Cathrin Meenken erzählte Geschichten aus der Bibel. Zum Schluss gab es ein Gebet und eine Kinderbibel für die Kindergartengruppe. Beim Frühstück im Gemeindehaus waren sich alle einig: Die Pinguine kommen bald wieder!

Stadtfestgottesdienst: Predigt bekommt viel Applaus

Abstimmungsfreudig: Die Besucher des ökumenischen Gottesdienstes am Stadtfestsonntag.

Der ökumenische Stadtfestgottesdienst auf dem Auricher Schlossplatz fiel am Sonntag, 20. August, buchstäblich ins Wasser. Viel zu viel Regen zwang die Veranstalter dazu, in unsere Lambertikirche auszuweichen. Was nicht schlimm war. Denn dort ist es bekanntlich sehr gemütlich. Besonders dann, wenn es draußen stürmt und Starkregen niederprasselt.

Und so erlebten etwa 400 Besucher einen heimeligen und facettenreichen Gottesdienst mit Wort, Gesang und Gebet. „Aurich - du hast die Wahl“, lautete das Motto. Von der Ökumene Aurich ersonnen vor dem Hintergrund, dass die Auricher in diesem Jahr tatsächlich viel zu wählen hatten und haben: Bürgerentscheid, Land- und Bundestagswahl. Aber auch während des Gottesdienstes ging es darum, zu wählen. Spielerisch natürlich. Die Besucher hatten grüne und rote Kärtchen in die Hand gedrückt bekommen, um sie in die Höhe zu halten und ihre Wahl zu treffen. Morgens lieber Kaffee oder Ostfriesentee? Abends vor der Glotze sitzen oder Sport treiben? Ein Konzert mit Helene Fischer oder mit Heino? Ein ganz schwierige Wahl: Dann doch lieber die Rolling Stones. Ein Luxushaus am Berliner Wannsee bewohnen oder doch im beschaulichen Aurich bleiben? Die überwältigende Mehrheit entschied sich - man lese und staune - für Aurich. 

Was während des Gottesdienstes für reichlich Spaß und Frohsinn sorgte, macht das Leben oft schwer. Eine Wahl zu treffen, fällt nicht immer leicht, vor allem wenn der christliche Aspekt hinzukommt. Geht es darum, ein ichbezogenes und selbstgefälliges Leben zu führen oder(!) ist es nicht wichtiger, für andere Menschen da zu sein und ihnen vorbehaltlos in Respekt und Liebe zu begegnen? Eine solche Wahl ist unendlich schwer, wie die Lesung aus Lukas, Kapitel 18 deutlich machte. Dort wird Jesus von einem schwerreichen Mann gefragt: „Was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?“ Jesus antwortet: „Verkauf alles, was du hast, verteil das Geld an die Armen und du wirst einen bleibenden Schatz im Himmel haben ... !“ Der reiche Mann, nahezu schockiert über diese Wahl, entscheidet sich nicht dafür, seinen Besitz vollständig herzugeben. Er wählt ein Leben in Wohlstand.

Genau da setzte die Predigt von Superintendent Tido Janssen an. Eine Predigt, die nachdenklich stimmte, hinterfragte, mahnte und … ja, auch aufrüttelte. Es kommt nicht häufig vor, dass Predigten mit Applaus bedacht werden. Diese wohl, und zwar völlig zurecht. Denn sie machte deutlich, dass für uns, ganz egal welche Wahl wir treffen, die Gewissheit bleibt, dass Gott uns erwählt hat, dass er uns bedingungslos liebt.

Für die musikalischen Akzente im Stadtfestgottesdienst sorgten der Posaunenchor des Kirchenkreises Aurich, geleitet von Arnd-Dieter Ubben. Gesang gab es von Mitgliedern der Gospelchöre Walle, Wallinghausen, Moordorf und Lamberti, geleitet von Helen Kroeker und begleitet von Kreiskantor Maxim Polijakowski. Am Gottesdienst beteiligt waren neben Janssen der Dechant Johannes Ehrenbrink von der katholischen Kirche, die Geschäftsführerin des Caritasverbandes Ostfriesland, Stefanie Holle, Axel Gärtner von der Freien evangelischen Gemeinde, Pastor Jörg Schmid von den Reformierten und unsere Pastorin Cathrin Meenken.

Nach dem Gottesdienst gab es Tee und leckeren Krintstuut mit Butter von der Wallster Backgruppe, für die herzhafte Komponente sorgte die Männergruppe „Kochen und Klönen“, ebenfalls aus Walle, mit Grillwürstchen. Es goss immer noch in Strömen, aber das war nicht schlimm, denn unsere Kirche lud zum Verweilen ein. So kam es zu vielen angeregten Gesprächen, in denen es vielleicht schon um die nächste Wahl ging.

Predigt Superintendent Tido Janssen

Mitglieder aus den Gospelchören Walle, Wallinghausen, Moordorf und Lamberti unter der Leitung von Helen Kröeker und begleitet von Kreiskantor Maxim Polijakowski. Fotos: Gawlick-Daniel

Klanggewaltiger Chor ein Erlebnis

Mitglieder des Orchesters „Amis du Baroque“ vor dem „klanggewaltigen“ Chor.

So viel Raum hat unsere Lambertikirche, und so großartige Musik ist darin immer wieder zu hören. Unsere Lambertikantorei, die Kantorei Norderney, das Orchester „Amis du Baroque“ und vier erstklassige Solistinnen und Solisten haben am Trinitatis-Sonntag (11. Juni) das Oratorium Paulus aufgeführt. Macht zusammen etwa 120 Personen, die den durchaus großen Altarraum bis auf den letzten Zentimeter ausfüllten. Es war ein Ohrenschmaus für Liebhaber geistlicher Musik. Allerdings war auch „Sitzfleisch“ gefragt, denn das Konzert dauerte mehr als zweieinhalb Stunden, eine 15-minütige Pause eingerechnet.

Für die 200 Besucherinnen und Besucher war das kein Problem. Sie ließen sich in den Bann ziehen von einer außergewöhnlich guten musikalischen Leistung, blieben bis zum Schlussakkord und dankten den Akteuren minutenlang mit stehenden Ovationen. Unser Kantor Maxim Polijakowski und Marc Waskowiak als Leiter der Kantorei Norderney freuten sich darüber natürlich ganz besonders. Hatten sie das Oratorium mit den Chören doch ein Jahr lang einstudiert.

„Ich bin dankbar, dass es zu diesem Konzert gekommen ist. Denn es war doch unglaublich viel Arbeit nötig“, sagte Maxim Polijakowski, der für den ersten Teil des Oratoriums verantwortlich zeichnete. Beeindruckt war er vom „klanggewaltigen Chor. Das war ein Erlebnis“.

In höchsten Tönen lobte Maxim Polijakowski die vier auf Oratorien spezialisierten Solisten: „Sie haben sehr fein, sehr feinfühlig gesungen.“ Tanya Aspelmeier (Sopran), Knut Schoch (Tenor), Christian Palm (Bass) und Ilona Ziesemer-Schröder (Alt) sorgten mit ihren Vorträgen wiederholt für tief bewegende Momente. „Für mich war das ein bisheriger Höhepunkt in meiner Arbeit für Lamberti“, sagte Maxim Polijakowski und strahlte: „Es hat einfach Spaß gemacht!“

Sie genossen den Erfolg: von links Maxim Polijakowski, Tanja Aspelmeier, Ilona Ziesemer-Schröder, Knut Schoch, Marc Waskowiak und Christian Palm. Fotos: Gawlick-Daniel

Junge Stimmen für neuen Kinderchor gesucht

Bild: Eric Hasseler i.A. der Lambertigemeinde Aurich

Superstars werden nicht gesucht, dafür aber junge Stimmen. Der evangelisch-lutherische Kirchenkreis Aurich und die Musikschule des Landkreises Aurich gründen einen gemeinsamen Kinderchor. Er wird geleitet von Kirchenmusikerin Helen Kroeker (Bild).

Kinder vom Vorschulalter bis zu acht Jahren sind dazu eingeladen. Geprobt wird Dienstags von 15.15 bis 16 Uhr in der Musikschule. Die Teilnahme ist kostenfrei, abgesehen von einer einmaligen Anmeldegebühr über zehn Euro. Anmeldungen nimmt die Musikschule, An der Stiftsmühle 10, entgegen: Telefon 04941 959706.

„Wir singen Kinderlieder, lernen kleine Singspiele und möchten auch gemeinsam mit dem Kinderchor der Lambertigemeinde für Musicals proben“, sagt Kroeker, die großen Wert auf kindgerechte Stimmbildung legt. Auftrittspläne für den neuen Kinderchor hat sie auch schon, etwa während Veranstaltungen der Musikschule oder in Kirchen während besonderer Gottesdienste.

Der Kinderchor in unserer Lambertigemeinde wird ebenfalls geleitet von Helen Kroeker. Dieser Chor für Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 14 Jahren trifft sich immer Mittwochs von 17 bis 18 Uhr im Gemeindehaus am Lambertshof.

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Titelbild: Gawlick-Daniel

Der aktuelle Lambertibote, Ausgabe 216

➤ Dieter Gebhardt kandidiert nach 30 Jahren nicht mehr für den Kirchenvorstand. Ein Interview.

➤ Kirchenvorstandswahlen am 11. März: Werden Sie ein weiterer Farbtupfer in unserer Gemeinde.

➤ Festliche, aber auch nachdenkliche Töne: Orchesterkonzert zum Ewigkeitssonntag.

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Hinweis: Es wurde für diesen Tag noch keine Tageslosung angelegt!

Gottesdienste in Lamberti

Die Gottesdienste der kommenden Wochen auf einen Blick.

Hier entlang ...

Einladung

24. Oktober 2017,
15:00 bis 16:30 Uhr, Boßelheim Rahe

Lambertikreis

Eske Oltmanns, Pastorin in Bagband, erzählt von ihren Erfahrungen als Christin in der DDR.

31. Oktober 2017,
14.30 bis ca. 19.30 Uhr, Orte in Aurich und Lambertikirche

500 Jahre Reformation

Wandelkonzert, Bachkantate und Reformationsbier aus Bagband.

4. November 2017,
10:00 bis 12:30 Uhr, Gemeindehaus

Kinderkirchentag

Für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren.

10. November 2017,
15:30 Uhr, Lambertikirche

Martiniandacht

Für Kinder und deren Familien vor dem Laternelaufen, mit Pastorin Scheepker.

Musik in Lamberti

29. Oktober 2017,
10:00 bis 11:00 Uhr, Lambertikirche

Mini-Musical „Luther“

Mit Kinderchören und Band des Kirchenkreises.

11. November 2017,
17:30 bis 18:00 Uhr, Lambertikirche

Motettenandacht

Mit Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy.